Posts Tagged ‘Veranstaltung’

Vortrag und Diskussion

Mittwoch, August 15th, 2012
17. Dezember 2012
19:00bis21:50

„Wat’n hier los?“: Neonazismus in Oberhavel – ein Vortrag von lokalen Antifaschist*innen
im Bürgerzentrum Oranienburg (Albert-Buchmann-Straße 17, 16515 Oranienburg)

Am 17.12.1992 wurde Hans-Jochen Lommatsch (51) von Neonazis auf einem Parkplatz in Oranienburg ermordet. Lommatsch war einer von 169 Menschen, die seit der Wende in der Bundesrepublik Deutschland durch neonazistische Gewalt ermordet wurden. Allein in Brandenburg starben 31 Menschen. Auch wenn es seit 1992 keinen weiteren neonazistischen Mord in Oranienburg gab, stellen Neonazis bis heute eine große Gefahr für Gesellschaft und jedermensch dar. Um Neonazis effektiv bekämpfen zu können, sie zu bedrängen, so dass sie sich nicht sicher fühlen und eine Hegemonie schaffen können, muss man Ross und Reiter bei Namen nennen. Mit der Veranstaltung wollen Antifaschist*innen aus Oberhavel einen Einblick in die Neonaziszene und Neonazistrukturen des Landkreises gewähren.

Vortrag und Diskussion

Mittwoch, August 15th, 2012
12. November 2012
19:00bis23:00

„Antisemitismus Heute“ – Vortrag und Diskussion mit Tobias Jaecker
im Bürgerzentrum Oranienburg (Albert-Buchmann-Straße 17, 16515 Oranienburg)

Antisemitismus hat Konjunktur: „Die Juden“ werden beschuldigt, weltweit Kriege anzuzetteln und bei der Finanzkrise die Strippen zu ziehen. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, die Deutschen mit der NS-Vergangenheit und dem Holocaust moralisch und politisch zu erpressen. Bei der Veranstaltung soll gezeigt werden, welche Stereotype und Denkstrukturen im Ressentiment gegen „die Juden“ stecken und warum der Antisemitismus in Deutschland so erfolgreich ist.

* Tobias Jaecker ist deutscher Journalist und Sachbuchautor. Er hält Vorträge und Seminare zu den Themen Antisemitismus, Antiamerikanismus und Verschwörungstheorien.

Laut Jaecker reduzieren Verschwörungstheoretiker komplexe Vorgänge auf simple, überschaubare Zusammenhänge und unterstellen, dass unsichtbare Mächte die Weltgeschichte lenken. Die nach dem 11. September 2001 erhobenen Vorwürfe gegen die „Öl-Mafia“ oder Berater der US-Regierung seien von den Mutmaßungen eines Jan van Helsing oft nicht weit entfernt. Dabei würden offizielle Untersuchungsergebnisse und Verlautbarungen nur als Beweise für die Plausibilität der eigenen, entgegengesetzten Theorien gewertet. Jaecker kritisiert Autoren wie Mathias Bröckers und Gerhard Wisnewski. Diese würden, Bröckers dabei etwas ironischer als andere, nach einem typischen verschwörungstheoretischen Muster vorgehen.