»Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden«

(Rosa Luxemburg, 1870 - 1919, sozialistische Politikerin)

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Velten – Nazidemo wegzaubern

Egal ob Sportanlagen, Straßen oder Plätze – Unsere Städte und Gemeinden sind Orte des Miteinanders. Platz für Rassismus, Faschismus und Ausgrenzung jeglicher Art können sie daher nicht bieten. In Velten haben der Rugbyclub und die Stadt den Nazis für ein „Nationales Fussballturnier“ eine klare Absage erteilt. Gleiches gilt nun auch für die Straßen und Plätze. Wenn die NPD nun am Weltfriedenstag in der Ofenstadt aufmarschieren will, so kann das nur ein Schuss in den Ofen werden. Wir, das Bündnis Oberhavel Nazifrei, rufen daher alle Bewohner_innen Oberhavels auf, den Nazis am 1. September in Velten die Stirn zu bieten. Wer helfen möchte unsere Straßen frei vom braunen Unrat zu halten, ist eingeladen, morgen ab 17:30 Uhr in der Rathausstraße die NPD bunt, lautstark und entschlossen wegzuzaubern.

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Ausstellung: »Synagogen in Brandenburg« – Auf Spurensuche

Die zuvor im Potsdamer Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigte Ausstellung »Synagogen in Brandenburg – Auf Spurensuche« wird vom 26. August bis 9. November im Oranienburger Bürgerzentrum zu sehen sein. Begleitet wird sie von einem  informativen Programm (siehe unten) aus Führungen, Vorträgen, Diskussionen und Lesungen.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Bürgerzentrums zugänglich:

Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr,

Freitag 8 bis 16 Uhr (Samstag und Sonntag nur zu Sonderöffnungen).

Informationen zur Ausstellung

In den heutigen Grenzen Brandenburgs gab es bis in die 1930er-Jahre in mehr als 50 Städten und Gemeinden Sy­nagogen, die von jüdischem Leben zeugten. Fanden seit dem frühen Mittelalter jüdische Gottesdienste meist in Privathäusern statt, entstanden seit Anfang des 19. Jahrhunderts stattliche Bauten im Stil der Epoche. Manche Synagogen wurden durch Abwanderung bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgegeben. Andernorts wuchs die Gemeindezahl und mit ihr die Versammlungsstätte für Gottesdienst, Feierlichkeiten, Lehre und Studium. Die Mehrzahl der Synagogen wurde in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Brand gesteckt oder, sofern sie unmittelbar an Nachbarhäuser grenzten, derart zerstört, dass sie ihrer Funktion als Versammlungs-, Lern- und Gebetsstätte beraubt waren und fortan nicht weiter genutzt werden konnten. Dies war seit 1933 ein weiterer Schritt zur systematischen Verfemung und Vertreibung der Juden sowie zur Zerstörung von Zeugnissen jüdischer Kultur und Religion – nicht allein in Brandenburg.

Gottesdienst an einem Feiertag in der Synagoge in Lehnitz zw. 1934 und 1938 (Foto: Jüd. Museum Berlin) 

Gottesdienst in der Synagoge des Jüd.
Erholungsheims Lehnitz zw. 1934 und 1938
(Foto: Jüd. Museum Berlin)


Nach der Teilung Deutschlands 1945 tat die politische Führung der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bzw. späteren DDR ein Übriges, die ehemaligen Stätten jüdischen Gemeindelebens der Vergessenheit anheimzugeben und damit einer kollektiven Erinnerung zu entziehen. Nur langsam und längst nicht an allen Orten wurde des einstigen jüdischen Lebens erinnert. Bis heute sind in manchen Orten jene Spuren fast vollständig verwischt, an anderen hingegen wieder sichtbar gemacht.

Dank der regionalen Archive und Museen, aber auch dank Brandenburger Bürger konnte eine Reihe von authen­tischen Exponaten zusammengetragen werden, die Zeugnis geben von der jahrhundertelangen jüdischen Präsenz zwischen Prignitz und Oderbruch, Uckermark und Lausitz.

Das Ausstellungsteam, das aus Potsdamer Studierenden der Geschichte, der Jüdischen Studien und angehenden Lehrerinnen und Lehrern besteht, möchte die Besucherinnen und Besucher dieser Ausstellung einladen, sich gemeinsam auf Spurensuche zu begeben und mehr über Traditionen und Rituale jüdischen Gemeindelebens und über die Synagoge als Ort der Versammlung, der Lehre, des Lernens und des Gebetes zu erfahren.

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Flughafen BER: Brandenburg trainiert Internierung von Flüchtlingen / Flüchtlingsräte starten Online-Petition gegen Eröffnung des „Asylknastes“

Gemeinsame Presseerklärung der Flüchtlingsräte Brandenburg und Berlin

Die Eröffnung des neuen Flughafens BER „Willy Brandt“ wurde auf März 2013 verschoben – die Internierungseinrichtung für Flüchtlinge am BER zur Durchführung des sogenannten Flughafen-Asylverfahrens ist jedoch bezugsfertig und soll nach Willen der Landesregierung Brandenburg noch im Juli in Betrieb gehen. Nach Auskunft der Pressestelle den Brandenburger Innenministeriums sollen in der neu richteten Unterkunft die Abläufe für das Flughafenverfahren erprobt und Asylsuchende, die am alten Flughafen Schönefeld ankommen, interniert werden.

Gegen diese Pläne protestieren die Flüchtlingsräte Berlin und Brandenburg scharf. Sie haben eine Online-Petition gestartet, in der sie die Landesregierung auffordern, die Inbetriebnahme der Einrichtung zu verweigern. (http://openpetition.de/petition/online/keine-internierung-von-asylsuchenden-am-flughafen-willy-brandt)

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Falken Oberhavel auf dem Kiezfest und dem Stadtfest – ein kleiner Bericht.

Die Falken Oberhavel sind da! So hieß es schon bereits vor einigen Monaten. Nun konnten wir uns das erste Mal außerhalb des Internets präsentieren.

Zum Kiezfest direkt am Bürgerzentrum Oranienburg am 09.06.2012 konnten wir mit einem vielfältigen Angebot die Herzen der Kinder höher schlagen lassen. Zusammen mit dem Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt Oranienburg, dem Register Oberhavel, dem Lokalen Aktionsplan Oberhavel und dem Kreisjugendring durften Kinder T-Shirts endlich mal mit Farbe vollklecksen. Schnell waren alle T-Shirts vergriffen und verschiedenste Motive und Namen fanden ihren Weg auf bunte T-Shirts. Ein weiterer Renner waren unsere Buttonmaschinen. Ob Ponys, Prinzessinnen oder durchgestrichene Hakenkreuze – jede*r konnte und wollte sich Motive aussuchen und selber gestalten um diese nun stolz zu präsentieren. Natürlich gab es auch sportliches. Zwar mussten wir die Stelzen aus dem Verkehr ziehen (Splitter sind ätzend!), dafür tourten die Kinder mit den verschiedenen Pedalos durch die Gegend und erfreuten sich an Hula-Hoop Reifen. Der Wind war nicht so angenehm, doch immerhin war es nicht so regnerisch wie am 16.06.2012. Da fand das Stadtfest mit dem Drachenbootrennen statt. Zusammen mit den Protagonisten von vorheriger Woche, aber auch neuen Mitstreitern, wie dem Toleranten Brandenburg und der Stadt Oranienburg konnten wir ein großes Informationsangebot anbieten. Diesmal konnten wir leider die T-Shirts nicht anbieten, da es zu regnerische war. Doch gerade die Pedalos kamen bei klein, aber auch bei groß super an. Selbst der Kurfürst versuchte sein Glück – mit Hilfe der Kurfürstin auf den Pedalos.

Am Ende können wir auf anstrengende, aber durchaus schöne zwei Wochen gucken. Da wir derzeit noch über keinen stationären Ort verfügen, werden wir wohl weiterhin erstmal auf Festen und Märkten zu finden sein.

Darüber hinaus, werden wir in der zweiten Hälfte des Jahres einige politische Informationsveranstaltungen mit Kooperationspartner*innen durchführen. Da freuen wir uns natürlich auch über Besuch.

Das linke Pfingstcamp 2012!


Auch in diesem Jahr wollen wir uns, vom 25. Mai bis zum 28.Mai, eine Auszeit nehmen von Alltagsstress und gesellschaftlichem Wahnsinn. Mit einem kühlen Drink in der Hand und der Sonne im Gesicht wollen wir uns den wirklich wichtigen Dingen widmen. Ob wir nun Aktionserfahrungen austauschen oder politische Probleme, die wir wälzen, für alles ist Zeit und Raum. Nach hitzigen Diskussionen könnt Ihr im See abtauchen oder Euch abends beim Kickertunier behaupten. Und wie immer wird es auch die legendären Partys geben.
Meldet Euch an und kommt mit uns ins Störitzland!

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„Falken“ fliegen wieder: Sozialistischer Kinder- und Jugendverband in Oberhavel wiedergegründet

»Am vergangenen Freitag (, den 24.02.2011,) hat sich der neue Kreisverband Oberhavel der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken“ gegründet. Unter Beteiligung des Landesverbandes wurde eine konstituierende Sitzung abgehalten, bei der die Satzung beschlossen und der Kreisvorstand sowie eine Kontrollkommission gewählt wurden.

Die SJD – Die Falken ist ein bundesweit tätiger Kinder- und Jugendverband, der aus der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung hervorgegangen ist und nunmehr auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Er ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen und organisiert Gruppenarbeit in Stadtteilen, Zeltlager und Ferienfreizeiten, Jugendhäuser und Musikveranstaltungen, Seminare und Aktionen.

Mit der Gründung des Kreisverbandes wollen die „Falken“ die Tradition der demokratisch-sozialistischen Kinder- und Jugendarbeit ihrer Vorgängerorganisation wieder aufnehmen, die mit der Verfolgung durch die Nazis 1933 auch in unserer Region gewaltsam beendet wurde. Nach 1945 setzte sich die Verfolgung in Ostdeutschland fort, wo die Arbeit der „Falken“ nicht wieder aufgenommen werden durfte – stattdessen bemächtigte sich die Staatsjugend FDJ der Symbolik der „Falken“: dem blauen Hemd und dem Gruß „Freundschaft“. Jugendliche, die sich bei den „Falken“ in Berlin organisierten, wurden verfolgt und teilweise sogar in die Sowjetunion verschleppt. Vor knapp zwei Jahren erst gab es zu diesem Teil der „Falken“-Geschichte eine eindrucksvolle Ausstellung des Berliner Stasi-Beauftragten im Oranienburger Landratsamt, die auch von der Brandenburger Landesbeauftragten Ulrike Poppe unterstützt wurde. ‚„Falken“ fliegen wieder: Sozialistischer Kinder- und Jugendverband in Oberhavel wiedergegründet‘ weiterlesen