Wie kurzfristig bekannt wurde hatte die NPD vorgenommen in den Städten Pritzwalk (Prignitz), Wittstock und Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) „Mahnwachen“ abzuhalten. Also machten die Falken Brandenburg sich an diesem sonnigen Herbsttag auf um den Neonazis entgegen zu treten.  Zusammen mit engagierten Bürger*innen zeigten wir, dass die Nazis hier nicht erwünscht sind!

In ihren Kundgebungen heulten zehn Neonazis der NPD Neuruppin und Havel-Nuthe über steigende Benzinpreise und verteilten Flyer. Einen eingespielten Redebetrag spielten diese immer wieder ab in der Hoffnung, dass durch Wiederholung ihre revanchistischen Ideen der sog. „raumorientierten Politik“ im Gedächtnis der Bürger*innen eingebrannt werden. Damit langweilten sie jedoch eher die Protestierer*innen und die anwesende Polizeibeamt*innen zu Tode.

Ihre Kundgebung in Pritzwalk haben die Braunhemden verschlafen. 9:30 Uhr war dann doch mindestens eine Stunde zu früh für die völkische Horde. Da waren wir eindeutig besser, denn unserer Einschätzung, dass die das sowieso nicht hinkriegen rechtzeitig aufzustehen, hat sich als absolut korrekt erwiesen.

In Wittstock störten wir zusammen mit anderen Bürger*innen und Würdenträger*innen der Stadt mittels Fahnen, Sprechgesängen und Trillerpfeifen. Anschließend an die Kundgebung kehrten engagierte Bürger*innen und der Bürgermeister Gehrmann den braunen Dreck symbolisch von der Straße. Anstatt den Job der Starßenreinigung vorwegzunehmen, haben wir derweil den Markplatz von Nazi-Propaganda befreit.

In Rheinsberg wurde die Mahnwache der Neonazis von Protestierer*innen nahezu umstellt, was den Nationalsozialisten gar nicht gefiel. Ein riesiges Transparent der Stadt verschönerte die Sicht. Auch die Kurt-Tucholsky-Gesellschaft, die zum selben Tag in der Stadt tagte, schloss sich dem Protest an. Zum Ende der Kundgebung wurden die Neonazis mit dem Gedicht „Rosen auf den Weg gestreut“ verabschiedet.

Nationalsozialisten entgegentreten! Immer und überall!