»Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden«

(Rosa Luxemburg, 1870 - 1919, sozialistische Politikerin)

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Last but not least: 17.12. “Wat’n hier los?”: Neonazismus in Oberhavel

“Wat’n hier los?”: Neonazismus in Oberhavel – ein Vortrag von lokalen Antifaschist*innen
17.12 | 19 Uhr im Bürgerzentrum Oranienburg (Albert-Buchmann-Straße 17, 16515 Oranienburg)

Am 17.12.1992 wurde Hans-Jochen Lommatsch (51) von Neonazis auf einem Parkplatz in Oranienburg ermordet. Lommatsch war einer von 169 Menschen, die seit der Wende in der Bundesrepublik Deutschland durch neonazistische Gewalt ermordet wurden. Allein in Brandenburg starben 31 Menschen. Auch wenn es seit 1992 keinen weiteren neonazistischen Mord in Oranienburg gab, stellen Neonazis bis heute eine große Gefahr für Gesellschaft und jedermensch dar. Um Neonazis effektiv bekämpfen zu können, sie zu bedrängen, so dass sie sich nicht sicher fühlen und eine Hegemonie schaffen können, muss man Ross und Reiter bei Namen nennen. Mit der Veranstaltung wollen Antifaschist*innen aus Oberhavel einen Einblick in die Neonaziszene und Neonazistrukturen des Landkreises gewähren.

#4: 26.11. Emanzipatorische Räume für Nazis?

19 Uhr, Im Bürgerzentrum Oranienburg (Albert-Buchmann-Straße 17, 16515 Oranienburg)

Soll durch Jugendarbeit Gleichberechtigung und Mitbestimmung unterstützt  werden – oder diskriminierendes Dominanzverhalten von selbsternannten  Herrenmenschen? Die gesetzliche Grundlage sieht ersteres vor.  Nazis wollen  hingegen Angsträume, die demokratisches Handeln verhindern sollen.

Es gibt in Oranienburg Jugendliche, die eine Kultur der sozialen Gerechtigkeit  leben wollen. Dafür ist ein Jugendtreff ein geeigneter, pädagogisch sinnvoller  Ort. Eine Zusammenarbeit mit Nazi-Jugendlichen würde das allerdings unmöglich  machen, weil sie – mit rassistischer und sexistischer Ideologie ausgestattet – gegen eine emanzipatorische Kultur kämpfen.

Akzeptierende Jugendarbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen fördert ihre  Dominanzkultur, schafft Orte für Rekrutierung und Mobilisierung, inklusive Proberäume für Nazibands. Aus diesen Fehlern muss gelernt werden!

 

Internationale Begegnung und gemeinsame Kranzniederlegung am 9.November

Am Mittwoch, den 7.11. bekamen die Falken Oberhavel Besuch von ihrer israelischen Partnerorganisation Noar Oved (NOV). Die Delegation der fünfzehn Jugendlichen kam aus einem Jugendclub der arabischen Sektion unserer Schwesterorganisation in Deir el-Assad (Galiläa, nordöstlich von Haifa).

Die Noar Oved ist die „Lernende und Arbeitende Jugend“. Die der israelischen Gewerkschaftsbewegung („Histadrut“) entwachsene, 1924 gegründete Jugendorganisation ist mit etwa 100.000 Mitgliedern die größte Jugendbewegung in Israel und der einzige Jugendverband, in dem sich sowohl jüdische als auch arabische Israelis gemeinsam organisieren. Viele wichtige Personen des öffentlichen Lebens in Israel waren Mitglieder und Funktionär*innen der Noar Oved, so z. B. der amtierende israelische Präsident Shimon Peres oder der 1995 wegen seiner Friedenspolitik ermordete Ministerpräsident Jitzchak Rabin. International sind Noar Oved und die SJD – Die Falken gemeinsam mit Dutzenden anderen Kinder- und Jugendverbänden auf der Welt in der „International Falcon Movement“ (IFM) verbunden.

Gegen 11 Uhr begann die Begegnung mit einem gemeinsamen Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen. Dort lauschten wir einem Kurzvortrag über die Geschichte des Lagers auf Englisch, welcher von den Teamleiter*innen von Noar Oved für die Jugendlichen auf Arabisch übersetzt wurde. Danach erfolge eine kurze Besichtigung der Gedenkstätte.

Daran anschließend fuhren wir zum Schloss Oranienburg, wo wir wärmstens vom Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und der Presse empfangen wurden. Ursprünglich war hier ein Spaziergang durch den Schlosspark geplant, das Wetter machte uns jedoch einen Strich durch die Rechnung! Daraufhin lud uns der Bürgermeister spontan in sein Büro ein, wo er uns einen kurzen Einblick in die Stadtgeschichte gab.

Freundschaft geht durch den Magen!

Danach  ging es dann zum Bürgerzentrum Oranienburg. Durch unsere fleißigen Helfer*innen aus Potsdam und der ansässigen Falken wurden unse Gaumen verwöhnt. Nachdem sich alle gestärkt hatten, ging es an die Aufarbeitung des Erlebten in Sachsenhausen und einen Austausch über die Arbeit der Falken Oberhavel vor Ort und der Noar Oved in Israel.

Gemeinsames Gedenken zum 9. November

Zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November nahmen wir an der zentralen Gedenkveranstaltung der Stadt und der Jüdischen Gemeinde Oranienburg teil. In der Havelstraße wurde, wie auch überall in Deutschland, ein jüdisches Gebetshaus in der Nacht zum 10.Novermber 1938 durch Angehörige von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) zerstört. Eine eindringliche Rede zu den Schicksalen von den zahlreichen jüdischen Mitbürger*innen, die in der Nacht ermordet oder ihrer Existenz, sowie ihre kulturellen und religiösen Stätten beraubt wurden, hielt  Aubrey Pomerance,  stellvertretende Leiter des Archivs des Jüdischen Museums Berlin. Zusammen mit zahlreichen Akteur*innen legten wir einen gemeinsamen Kranz mit unseren israelischen Freund*innen am Mahnmal nieder.

Veranstaltung #3: “Antisemitismus Heute”

“Antisemitismus Heute” – Vortrag und Diskussion mit Tobias Jaecker
19. Uhr im Bürgerzentrum Oranienburg (Albert-Buchmann-Straße 17, 16515 Oranienburg)

Antisemitismus hat Konjunktur: “Die Juden” werden beschuldigt, weltweit Kriege anzuzetteln und bei der Finanzkrise die Strippen zu ziehen. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, die Deutschen mit der NS-Vergangenheit und dem Holocaust moralisch und politisch zu erpressen. Bei der Veranstaltung soll gezeigt werden, welche Stereotype und Denkstrukturen im Ressentiment gegen “die Juden” stecken und warum der Antisemitismus in Deutschland so erfolgreich ist.

* Tobias Jaecker ist deutscher Journalist und Sachbuchautor. Er hält Vorträge und Seminare zu den Themen Antisemitismus, Antiamerikanismus und Verschwörungstheorien.

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Weitere Veranstaltungen:

26.11. Emanzipatorische Räume für Nazis?

17.12 “Wat’n hier los?”: Neonazismus in Oberhavel – ein Vortrag von lokalen Antifaschist*innen

Spontaner Protest gegen die NPD // KV Oberhavel war mit dabei!

Wie kurzfristig bekannt wurde hatte die NPD vorgenommen in den Städten Pritzwalk (Prignitz), Wittstock und Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) „Mahnwachen“ abzuhalten. Also machten die Falken Brandenburg sich an diesem sonnigen Herbsttag auf um den Neonazis entgegen zu treten.  Zusammen mit engagierten Bürger*innen zeigten wir, dass die Nazis hier nicht erwünscht sind!

In ihren Kundgebungen heulten zehn Neonazis der NPD Neuruppin und Havel-Nuthe über steigende Benzinpreise und verteilten Flyer. Einen eingespielten Redebetrag spielten diese immer wieder ab in der Hoffnung, dass durch Wiederholung ihre revanchistischen Ideen der sog. „raumorientierten Politik“ im Gedächtnis der Bürger*innen eingebrannt werden. Damit langweilten sie jedoch eher die Protestierer*innen und die anwesende Polizeibeamt*innen zu Tode.

Ihre Kundgebung in Pritzwalk haben die Braunhemden verschlafen. 9:30 Uhr war dann doch mindestens eine Stunde zu früh für die völkische Horde. Da waren wir eindeutig besser, denn unserer Einschätzung, dass die das sowieso nicht hinkriegen rechtzeitig aufzustehen, hat sich als absolut korrekt erwiesen.

In Wittstock störten wir zusammen mit anderen Bürger*innen und Würdenträger*innen der Stadt mittels Fahnen, Sprechgesängen und Trillerpfeifen. Anschließend an die Kundgebung kehrten engagierte Bürger*innen und der Bürgermeister Gehrmann den braunen Dreck symbolisch von der Straße. Anstatt den Job der Starßenreinigung vorwegzunehmen, haben wir derweil den Markplatz von Nazi-Propaganda befreit.

In Rheinsberg wurde die Mahnwache der Neonazis von Protestierer*innen nahezu umstellt, was den Nationalsozialisten gar nicht gefiel. Ein riesiges Transparent der Stadt verschönerte die Sicht. Auch die Kurt-Tucholsky-Gesellschaft, die zum selben Tag in der Stadt tagte, schloss sich dem Protest an. Zum Ende der Kundgebung wurden die Neonazis mit dem Gedicht „Rosen auf den Weg gestreut“ verabschiedet.

Nationalsozialisten entgegentreten! Immer und überall!

Es geht weiter! Veranstaltung #2

“Nationalismus. Alles Party, oder was?” – Vortrag und Diskussion mit der Natufreundejugend Berlin
19 Uhr im Bürgerhaus “Alte Feuerwache” (Haupstraße 3, 16761 Hennigsdorf)

Spätestens dann wenn Fußball-WM oder EM ist, wird er raus geholt: der Stoff in den Farben der deutschen Trikolore. Und dann feiern alle harmonisch die Siege oder beweinen gemeinsam die Niederlagen. Und das Schönste: Die Migrant_innen feiern bzw. trauern eben mit. Von der einst hässlichen Fratze des Deutschen ist nichts mehr übrig geblieben. So will es die deutsche Öffentlichkeit, so berichten es stets die deutschen Medien.

Mit den gesellschaftlichen Realitäten hat dieses Zerrbild fürchterlich wenig zu tun. Diese werden konsequent ausgeblendet, hat doch die Partynation Deutschland eine andere Mission: Endlich wieder ein positives Deutschlandbild zeichnen und ein wohliges Deutschlandgefühl zaubern. Deutschland sei längst nicht mehr ein Hort von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus. Und ein bisschen stolz sein, dürfe man doch längst wieder.

Doch auch hier ist es, wie fast immer: Dadurch dass (fast) alle das Eine behaupten, ist es noch lange nicht richtig. Dies wollen wir mit Euch diskutieren.

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Weitere Veranstaltungen:

12.11. „Antisemitismus Heute“ – Vortrag und Diskussion mit Tobias Jaecker

26.11. Emanzipatorische Räume für Nazis?

17.12 „Wat’n hier los?“: Neonazismus in Oberhavel – ein Vortrag von lokalen Antifaschist*innen

Geschichte wird gemacht!

Bildrechte: Noktalia http://www.flickr.com/photos/noktalia/

Bildrechte: Noktalia http://www.flickr.com/photos/noktalia/

Die Falken Oberhavel zeigten wieder, dass sie da sind!

Nach der Teilnahme am Kiezfest (09.06.2012) und am Stadtfest (16.06.2012) waren wir nun Veranstalter einer Geschichts- und Informationsveranstaltung. Knapp zwei Stunden lang referierte Michael Dehmlow über die wechselvolle Anfangszeit der Falken beginnend im Jahre 1904 bis zum Ende des deutschen Faschismus 1945.

Interessant waren natürlich die vielen Spaltungen und Entwicklungen hin zu den Falken, gerade in den ersten Jahren. Spannend waren die Konzepte der damaligen Falken-Vorgängerorganisationen, wonach es keine Geschlechtertrennung in den Lagern gab, sowie der klar auf Sozialismus ausgeprägte Kurs. Gerade das stieß zu der Zeit auf große Empörung.  Dehmlow zeigte auch, wie der Umgang innerhalb der verschiedenen Bünde mit der KPD, den „Linksabweichlern“ innerhalb der SPD und auch gegenüber der NSDAP war. Der Weg hin zu Widerstandshandlungen dauerte lang und erst ab 1929/1930 wehrte mensch innerhalb der sozialistischen Vereinigungen auch körperlich gegen SA-Angehörige. Leider, so auch eine Kritik von Dehmlow, gab es zu wenig Kontakt Bemühungen zu anderen linken antifaschistischen Verbänden bestehend aus kommunistischen, anarchistischen oder anarchosyndikalistischen Verbänden. Beziehungsweise, wenn es welche gab, wurde dies von den sozialistischen Dachverbänden mit Ausschluss bestraft.

Im Hauptteil der Veranstaltung ging er auf die vielfältigen kleinen Widerstandshandlungen ein. Ob es Propaganda in Form von Farbe mit Schablonen auf Straßen war, kleine Schnipsel oder einfach nur Zeitungen zum lesen – die Falken riskierten ihr Leben und leisteten Widerstand gegen den Faschismus. Exemplarisch zeigte Dehmlow den Widerstand in und um Hannover, wobei viele der damaligen Kämpfer*innen frühzeitig gefasst und ins KZ Sachsenhausen verbracht wurden. Auch zeigte er Verbindungen der damaligen Falken-Vorgängerorganisation zu bekannteren Widerstandsgruppen, wie der „Roten Kapelle“.

Als bekannte Persönlichkeiten der „Falken im Widerstand“ stellte er unter anderem Willy Brandt und Anton Schmaus vor. Der Name Anton Schmaus ist im vergangenen Jahr mehrfach auch bundesweit in der Presse erschienen. Hintergrund waren zwei Brandanschläge auf das Falkenhaus in Berlin-Neukölln, welches nach Anton Schmaus benannt ist. Anhand dieses Namens ist erkennbar – Falkenarbeit im Jahr 2012 hat immer noch die Pflicht sich gegen Faschismus und Ausgrenzung zu stellen, auch über den eigenen, sozialistischen Tellerrand hinaus.

Wir freuen uns schon auf weitere Veranstaltungen:

16.10. „Nationalismus. Alles Party, oder was?“ – Vortrag und Diskussion mit der Natufreundejugend Berlin

12.11. „Antisemitismus Heute“ – Vortrag und Diskussion mit Tobias Jaecker

26.11. Emanzipatorische Räume für Nazis?

17.12 „Wat’n hier los?“: Neonazismus in Oberhavel – ein Vortrag von lokalen Antifaschist*innen

„EduTACK!“ beginnt!

Am Montag den 24.09. findet die erste Veranstlatung unserer Bildugsffensive statt! Kommt vorbei und informiert euch über die Geschichte der FALKEN im Widerstand zischen 1933 – 1945! Es wird spannend!

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„Die Sozialistische Front – Falken im Widerstand gegen den Faschismus“ –  ein Vortrag von Michael Dehmlow
im Großen Saal des Bürgerzentrums (Albert-Buchmann-Straße 17, 16515 Oranienburg)

‚„EduTACK!“ beginnt!‘ weiterlesen

14.-16.09.2012 Think about the Evil

Kapitalismuskritische Theorie und Praxis in Zeiten der Krise auf dem Prüfstand. Dont fight the player, fight the game!

Ein Krisentheorieseminar.

Infos hier und da.

Oberhavel Nazifrei: Bunte Vielfalt gewinnt in Velten!

Falken machen Dampf gegen Nazis!

Mehr als 150 Menschen haben gestern in Velten den 72 Nazis klar gezeigt, dass auch in der Ofenstadt kein Platz für braune Einfalt ist. Das Bündnis „Oberhavel Nazifrei“ bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen. Dass Nazis ausgerechnet am Weltfriedenstag demonstrierten, an dem traditionel an den Angriff Deutschlands auf Polen erinnert wird, empfanden die Vizepräsidentin des Landtages, Gerrit Große und die sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete, Angelika Krüger-Leißner, dann auch als besonders unerträglich. In ihren Redebeiträgen forderten Sie ein Verbot der NPD und stellten klar, dass es eine gemeinsame Aufgabe aller engagierten Menschen, Gruppen und Parteien sei, dem braunen Spuk Einhalt zu gebieten. Genau dies gelang dann am Samstag auch dem Bündnis. Über der Demonstration wehten die Fahnen von Linken genauso wie von Sozialdemokraten, Gewerkschaften, Falken und Piraten. Die Veltener Gruppe „Mixed Pickels“ zeigte sich genauso mit kreativen Transparenten, wie auch die „Antifa Gruppe Oranienburg“. Unter den Teilnehmern waren dann auch der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Brandenburgs, Helmuth Markov, die Bürgermeisterin der Stadt Velten, Ines Hübener, die DGB-Vorsitzende Anke Stahl, sowie zahlreiche weitere bekannte MitbürgerInnen. Das am Rathaus über den Nazis hängende Transparent „Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt“ war ein klares Zeichen: gegen Rechtsradikale halten die Menschen in Oberhavel zusammen. Dies beweist auch die Tatsache, dass es das Bündnis innerhalb eines Tages geschaft hat, so viele Menschen zu mobilisieren. ‚Oberhavel Nazifrei: Bunte Vielfalt gewinnt in Velten!‘ weiterlesen